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Entspannung kann spannend sein
Schalten Sie eine Weile lang die Hektik des Alltags ab. Erleben Sie, wie spannend die Begegnung mit der Kulturlandschaft Harz und den beiden Harzer Nationalparks in der entspannenden Atmosphäre unserer Ferienwohnung sein kann.
Manch ein Besucher glaubt, er würde bei uns Natur pur vorfinden. Doch was er zwischen Goslar, Clausthal-Zellerfeld und St. Andreasberg tatsächlich findet, ist größtenteils eine Kulturlandschaft, die der Mensch durch die Bergbautätigkeit - vorzugsweise auf Silber - seit dem frühen 16. Jahrhundert geschaffen hat.

Die Oberharzer Kulturlandschaft
lt sich auch mit Wald, Wasser, Wiesen beschreiben. Sie verdankt ihre Entstehung dem Oberharzer Bergbau auf silberhaltige Erze.

Wald war der Holzlieferant für den Bergbau, für die Schmelzhütten und für den privaten Bedarf des Bergmannes und der Bevölkerung. Während die natürliche Bewaldung des Oberharzes aus Mischwäldern von Buche und Fichte bestand (in niederen Lagen mehr Buche, in den höheren Lagen mehr Fichte), brauchte der Bergbau zum Ausbau der Grubenbaue nur Fichte: „Fichte spricht, bevor sie bricht!“ ist eine alte Bergmannsweisheit, die zu den obersten Sicherheitsregeln zählte.

Die Schmelzhütten brauchten zur Herstellung des Metalls aus dem Erz ungeheure Holzmengen. Wegen ihres hohen Heizwertes ist hier zwar die Buche der Fichte überlegen, doch wurde die Buche bald rar, weil sie zu langsam nachwächst. Eine frisch gepflanzte Buche ist erst nach rund 250 Jahren „erntereif“, eine schnell wachsende Tieflandfichte braucht dafür nur 100 Jahre.

Und schließlich musste noch der Privatverbrauch der Bevölkerung für Hausbau und Heizung gedeckt werden. Diesen Bedarf musste der Förster nach den alten "Bergfreiheiten" (besonderen Privilegien zur Wirtschaftsförderung) kostenlos bereitstellen.


Genießen Sie die Waldesruhe und die frische Waldluft. Ausgedehnte Waldspaziergänge halten Sie nicht nur fit,
sondern sind auch preiswerter als das Fitnessstudio.

Wasser war die Lebensader des Bergbaus. Kein Industriezweig kommt heute ohne Energie aus. Auch der Bergbau brauchte schon vor 500 Jahren große Energiemengen, weil die 100 Watt Muskelkraft eines Arbeiters nicht weit reichten. Energie wurde in mehrfacher Hinsicht dringend gebraucht: erstens musste das einsickernde Grundwasser zwingend aus der Grube herausgefördert werden, bevor sie „absäuft“. Zweitens musste mit Wachsen des Bergbaus das manuelle Heraufziehen des Erzes in Eimern durch eine maschinelle Förderung ersetzt werden. Und schließlich mussten die Erzstücke vor der Herstellung des Metalls erst zerkleinert werden, damit man den wertvollen Erzanteil vom wertlosen Gesteinsanteil trennen konnte.

Diese Energieversorgung war nicht erst bei Bedarf erforderlich, sondern musste speicherfähig sein und ständig zur Verfügung stehen. Nur Wasserkraft konnte diese Anforderungen erfüllen, denn auch die Pferdekraft reichte nicht aus und die Ernährung der Pferde war zu teuer.

Auf einem Gebiet von rund 100 km² Größe entstand im Verlauf von 400 Jahren ein System von 500 km Gräben und Wasserläufen (Stollen), die das Oberflächenwasser sammelten und 67 Teichen zuführten, die als Speicher dienten. Von dort wurde es auf 150 bis 200 Wasserräder verteilt, die nach einer Bilanz aus dem Jahr 1868 rund 2 Megawatt Leistung erzeugten.


Lernen Sie, Ihren Blick zu schärfen für alles, was in einer Mittelgebirgslandschaft waagerecht oder gerade und damit verdächtig ist.
Entdecken Sie die Spuren der alten Kulturbauten.

Wiesen waren nicht nur das Produkt eines Kahlschlages bei der Holzgewinnung. Auch bei den Teichen wurde ungefähr das 1,5-fache der Wasserfläche als Wiese um den Teich herum freigehalten. Denn der Rasen musste bei Bedarf heraus gestochen werden, um den Teichdamm auf der Wasserseite abzudichten.

Die Wiesen waren des Bergmanns zweites Gehalt. Ackerbau ist bei den klimatischen Bedingungen des Oberharzes nur sehr beschränkt möglich. Alles Getreide wurde seit 1740 im Osteroder Kornmagazin (dem heutigen Rathaus) zwischengelagert und dann in den Oberharz gebracht. Der Transport mit Pferdewagen in den Oberharz war aufwendig und dementsprechend teuer.

Der Bergmann musste sich also zwangsweise eine Ziege oder eine Kuh halten, die mit ihrer Milch für die notwendige Ernährung sorgten. Die Kühe durften aber nur selten zur Weide auf die Wiese, denn das Wiesenheu wurde für den Wintervorrat zu Johanni (24. Juni) zum ersten Mal gemäht, und im September eventuell noch ein zweites Mal.
In dieser Zeit wurde das Vieh zur "Waldweide" in den Wald geschickt, wo es ganz nebenbei die gewünschte Ausbildung der Fichten - Monokulturen förderte.

Durch die ungewöhnlichen Weidebedingungen haben sich auf den Bergwiesen besondere Vergesellschaftungen herausgebildet, so dass die Bergwiesen heute unter Naturschutz stehen.


Studieren Sie diese seltenen Biotope!

Die Oberharzer Nationalparks
Schon seit der späten Mitte des 20. Jahrhunderts stehen große Teile des Harzes unter Naturschutz. 1990 wurde in Sachsen-Anhalt der Nationalpark Hochharz geschaffen, 1994 folgte in Niedersachsen der Nationalpark Harz. Auch im Nationalpark finden Sie alte Spuren der Kulturlandschaft in Form ehemaliger Gräben. Das Nebeneinander von Kulturlandschaft und Nationalpark im Oberharz stellt ein Spannungsfeld dar, das Ihnen sonst kaum geboten wird.

 

Der Brocken
ist spätestens seit Goethe der "urdeutscheste" aller deutschen Berge und seit 1990
"Das Höchste im Norden". Ein Harzbesuch ohne Brockenbesuch ist eine halbe Sache.